Eingeschlossene Gedanken/ eingeschlossene Gegenwart
In dieser Serie werden Gedanken, Erinnerungen und erlebte Momente nicht erzählerisch dargestellt, sondern im Material eingeschlossen. Sie liegen verborgen in der Struktur des Bildes: in Farbschichten, Übergängen, Verdichtungen und Luftblasen. Was zunächst im Bild gebunden ist, wird durch Licht wieder freigesetzt.
Die Reflexionen werfen diese inneren Spuren an die Wand. Dort erscheinen sie wie flüchtige Erscheinungen — schwebend, kaum greifbar und doch präsent. Das Bild wird dadurch nicht nur zu einem Objekt, sondern zu einem Speicher: Es trägt Erlebtes in sich und gibt es je nach Licht, Blickwinkel und Umgebung auf neue Weise preis.
Die Luftblasen wirken dabei wie kleine Kapseln. In ihnen scheint etwas bewahrt zu sein: ein Gedanke, ein Gefühl, ein Rest eines Moments. Durch die Lichtreflexion werden diese eingeschlossenen Erinnerungen sichtbar und verlassen scheinbar die Oberfläche des Bildes. Sie treten in den Raum, verändern sich, lösen sich auf und kehren doch immer wieder zum Bild zurück.
So entsteht ein Spiel zwischen Festhalten und Loslassen, zwischen Materie und Projektion, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Die Arbeiten fragen danach, was von Erlebnissen bleibt — und wie sich innere Bilder ihren Weg nach außen suchen.
Series:
Eingeschlosse Memories